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Alf Vier Wissen Als Ergebnis Menschlichen Werkens Und Wirkens

Alltagswissen, sein Wert, sein Wesen, seine Funktion und Qualitäten    

Inhaltsverzeichnis dieser Seite und Wegweiser zu den zugehörigen Seiten
Alltagswissen, sein Wert, sein Wesen, seine Funktion und Qualitäten   
Objektives Wissen vermittelt zwischen Mensch und Natur   
Themen Wegweiser für zugehörige Seiten   

Wenn man Aussagen über Alltagswissen, seinen Wert, sein Wesen, seine Funktion und Qualitäten im Überblick zusammen zu fassen versucht, kann man zu folgendem Ergebnis kommen: Alltagswissen ist angesammelte Masse und gestapelte Menge an Erfahrung, Erkenntnis und Erleben voll von allseitig geteiltem und mitgeteiltem Wissen, so wie es heute alltäglich und wissenschaftlich verstanden wird als

  • embedded - (abhängig von systematischen Routinehandlungen,
  • embodied - abhängig von - gegenseitig aufeinanderbezogenen – Handlungen,
  • embraind - abhängig von gedanklichen, kognitiven und begrifflichen Fähigkeiten,
  • encoded - aus Zeichen, Zahlen und Symbolen bestehend oder damit in Verbindung stehend,
  • encountered - zur Benutzung bereitgestellt und zur Verwendung freigegeben,
  • encultured - bedingt durch Vorgänge zur Erlangung eines gegenseitigen Verständnisses,
  • enlarged - in Umfang und Ausmaß entschlüsselt und erschlossen,
  • enriched - in seiner Grundform zusätzlich angereichert
  • ensured - in seiner Richtigkeit bzw. der Möglichkeit seiner Richtigkeit abgesichert, (nach Blackler, 1995)
das heißt, Wissen hat zunächst in seiner Realisierung etwas mit der handelnden Wirklichkeitsaneignung durch Herz, Hirn und Hand zu tun und dient ebenso der Bewältigung von Alltäglichem wie stetig Neuem, in der Vermittlung von Erstmaligkeit und Gewohnheit.

Objektives Wissen vermittelt zwischen Mensch und Natur    

Heutzutage, so Stehr, vermittelt ein enormer Bestand objektivierten Wissens zwischen Mensch und Natur, die wiederum nicht anders als Ergebnisse menschliche Werkens und Wirkens, Herstellens und Hervorbringens materiell angeeignet werden kann. So handelt es sich bei heutigem „Wissen“ nicht um die Aufnahme „direkter Beziehungen zu Fakten, Regeln oder Dingen“ unserer Umgebung, sondern um eine solche über objektiviertes Wissen vermittelte; wobei der Wissensprozess also aktive Teilnahme an den kulturellen Ressourcen der Gesellschaft (ist)“. Lebenschancen, Lebenslagen und Lebensstile des einzelnen hängen konsequenter Weise von den Möglichkeiten seines Zugangs zu vorhandenem und bevorratetem gesellschaftlichen Wissensbestand ab.

Damit hat auch die jetzige Wissensgesellschaft schon ihre Probleme in die Wiege gelegt und mit auf den Weg bekommen. „Der erhoffte Übergang von Glaube zu Vernunft und vom Partikularismus zum Universalismus, angeblich ein konstitutives Merkmal der klassischen Idee der Modernität, ist heute nur Ausdruck der Krise der Moderne“ (Stehr 2001).


Themen Wegweiser für zugehörige Seiten    
 
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